Verantwortung für unseren Landkreis übernehmen
Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steht vor einer weitreichenden Entscheidung. Der geplante Umbau der Hörnleinkreuzung in Weißenburg in der sogenannten „Variante 1“ würde nicht nur die Stadt betreffen, sondern hätte erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Landkreis – finanziell, ökologisch und gesellschaftlich.
Gerade deshalb braucht es dieses Bürgerbegehren.
Heimat bewahren – Verantwortung für Mensch und Natur
Unser Landkreis ist geprägt von einer einzigartigen Kulturlandschaft, gewachsenen Ortsstrukturen und einem sensiblen Naturraum. Diese Heimat zu bewahren ist eine zentrale Aufgabe des Landkreises.
Der geplante Bau eines rund 280 Meter langen Trogbauwerks greift massiv in den Untergrund ein. Besonders kritisch ist die Grundwassersituation: Vom östlich gelegenen Wülzburghang fließen oberflächennahe Grundwasserströme in Richtung Weißenburger Innenstadt. Die für den Bau notwendige großflächige Grundwasserabsenkung würde diese natürlichen Strömungen erheblich verändern.
Die möglichen Folgen sind gravierend:
Absenkung der Grundwasserstände, veränderte Fließrichtungen und daraus resultierende Setzungs- und Gebäudeschäden an Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur. Solche Schäden wären nicht nur ein erheblicher Eingriff in die Lebensverhältnisse der Bürgerinnen und Bürger, sondern würden auch erhebliche Haftungsrisiken für den Landkreis nach sich ziehen.
Der Landkreis darf seine Heimat nicht unkalkulierbaren Risiken aussetzen.
Schutz der Kommunen vor finanzieller Überlastung
Der Umbau der Hörnleinkreuzung soll rund 50 Millionen Euro kosten. Etwa ein Drittel dieser Summe müsste der Landkreis tragen. Gleichzeitig steuert der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf eine historisch hohe Verschuldung zu.
Diese Schulden treffen letztlich alle Städte und Gemeinden im Landkreis:
Steigende Kreisumlagen bedeuten weniger finanzielle Spielräume vor Ort – für Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Straßen, Gehwege und Vereinsleben. Heimat bewahren heißt auch, die kommunale Handlungsfähigkeit zu sichern und künftige Generationen nicht mit zusätzlichen Schulden zu belasten.
Jahrelange Belastung für den gesamten Landkreis
Die geplante Bauzeit von rund fünf Jahren würde eine massive Dauerbelastung bedeuten. Umleitungen, Behelfsstraßen und Staus hätten Auswirkungen weit über Weißenburg hinaus – auf Pendler, Unternehmen, Handwerksbetriebe und den regionalen Verkehr im gesamten Landkreis.
Ein Projekt, das über Jahre hinweg mehr Belastung erzeugt als Entlastung, widerspricht dem Anspruch eines verantwortungsvollen Landkreises.
Es gibt sinnvollere Alternativen
Niemand stellt infrage, dass die Verkehrssituation an der Hörnleinkreuzung verbessert werden kann. Doch es gibt Alternativen: optimierte Ampellösungen, ebenerdige Kreisverkehre oder andere Varianten, die verkehrlich wirksam sind, deutlich geringere Kosten verursachen und wesentlich weniger Risiken für Umwelt, Grundwasser und Finanzen mit sich bringen.
Der Landkreis sollte diese Alternativen gemeinsam mit dem Straßenbauamt ernsthaft prüfen und transparent vorstellen, statt sich vorschnell auf einen Maximalumbau festzulegen.
Warum ein Bürgerbegehren notwendig ist
Dieses Bürgerbegehren richtet sich nicht gegen Entwicklung, sondern für Verantwortung.
Es geht darum, Schaden vom Landkreis abzuwenden, unsere Heimat zu schützen und vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Der Landkreis trägt Verantwortung für:
- die Sicherheit von Gebäuden und Infrastruktur,
- den Schutz von Natur und Grundwasser,
- die finanzielle Stabilität seiner Kommunen,
- und die Lebensqualität der Menschen im gesamten Kreisgebiet.
Heimat bewahren bedeutet, heute klug zu entscheiden, damit unser Landkreis auch morgen lebenswert bleibt.
Deshalb braucht es dieses Bürgerbegehren.

