Folgender Leserbrief erscheint am 23. Februar 2026 im Weißenburger Tagblatt:
„Keine Neiddebatte, sondern eine Frage der Verhältnismäßigkeit
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Stadtrat Maximilian Hetzner bezeichnet die Kritik am Maximalumbau der Hörnleinkreuzung mit 280m-langen Betontrog im stark strömenden Grundwasser am Hang als „künstliche Neiddebatte“. Das verkennt den Kern der Diskussion. Es geht nicht um Missgunst, sondern um die Frage, wie verhältnismäßig und verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgegangen wird.
Niemand bestreitet die Bedeutung der Hörnleinkreuzung für den Verkehr. Dennoch darf hinterfragt werden, ob ein Maximalausbau für rund 50 Millionen Euro angesichts knapper Kassen und anderer dringender Aufgaben im Landkreis alternativlos ist und ob es nicht mildere Mittel gibt, das Linksabbiegerproblem, die damit verbundenen Unfälle und tageszeitabhängige Rückstaus in den Griff zu bekommen.
Das Bürgerbegehren richtet sich nicht gegen eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, sondern gegen einen überdimensionierten, zeit- und ressourcenintensiven Maximalumbau, obwohl kostengünstigere Lösungen möglich wären. Finanzielle, wassertechnische und bauzeitliche Bedenken pauschal als „Neid“ abzutun, hilft der Sache nicht weiter.
Das Bürgerbegehren und ein etwaiger Bürgerentscheid böten die Chance, ein Zeichen für Maß, Vernunft und Verhältnismäßigkeit in der Infrastrukturpolitik zu setzen.
Da sollte sich Herr Hetzner doch ein Beispiel an vielen seiner Parteifreundinnen und -freunde nehmen, die bereits für unser Bürgerbegehren unterschrieben haben – ganz ohne Neid!“
Simon Scherer,
Gunzenhausen, Mitglied im ÖDP-Kreisvorstand
